Ein Bökelberg-Ball und mehr

Marc Brockers, Kleinenbroich (38)

Ich möchte Euch heute gleich drei besondere Fan-Artikel vorstellen: Einen Ball, ein Glas und ein Kartenspiel. Aber der Reihe nach:

Der Vater eines Kollegen war früher in einer Spezialtiefbaufirma tätig, die seinerzeit (vermutlich im Rahmen von Instandsetzungsarbeiten) Hohlräume im Tribünenbereich unter dem ehrwürdigen Bökelberg gesucht hat. Irgendwie hat er bei diesen Arbeiten einen Ball an Land gezogen, den ich heute mein Eigen nennen darf. Nach dem Finden des Balls ist der Papa meines Kollegen damals zum Training der Profimannschaft gegangen und hat dort alle Spieler unterschreiben lassen. Besondere Erinnerungen habe ich an den Ball eigentlich nicht – er ist vielmehr eine schöne Deko auf unserer Wohnzimmervitrine. Zur zeitlichen Einordnung: Der Ball ist aus der Saison 1989/90.

Kommen wir zu meinem zweiten besonderen Fan-Artikel: einem Borussia-Glas. Die Wirtin unserer Dorfkneipe hat es mir bei unserem Polterabend geschenkt. Kurioserweise haben wir bei ihr Tische, Bierbänke und eine Theke für den Polterabend geliehen. Übrigens ist die Wirtin auch glühende Borussia-Anhängerin. Das Glas habe ich bei unserem Polterabend nicht mehr aus den Augen gelassen. Zufälligerweise stammt es aus meinem Geburtsjahr 1977. Mich fasziniert das Glas einfach. Ich schaue es gerne an, vielleicht auch weil ich eine starke nostalgische Ader habe. Irgendwie verbinde ich mit dem Glas aber auch eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl, das es unter Borussen gibt, und natürlich die langsam (leider) aussterbende Form der Dorfkneipe, wo der Wirt oder die Wirtin die Kunden schon von Kindesbeinen an kennt und man sich gegenseitig hilft.

Mit diesem Glas wird seit 1977 getrunken. Stets auf die Borussia!
Mit diesem Glas wird seit 1977 getrunken. Stets auf die Borussia. Damals gar als deutscher Meister!

Apropos Zusammengehörigkeitsgefühl: Das bringt mich zu meinem letzten Fan-Artikel, dem Borussia-Skatspiel. Dieser Artikel bedeutet mir mit am meisten, ich habe ihn allerdings mittlerweile verschenkt. Der Satz „Action Skat“-Karten zeigte auf der Rückseite viele Spieler sowie einige Nordkurvenszenen vom Bökelberg – alles aus der Saison 1997/98, der Zeit meines ewigen Lieblingsspielers Thomas Kastenmaier. Im Zuge meiner Twitter-Aktivitäten habe ich in letzter Zeit ganz viele tolle Borussen kennengelernt, eine ist mir davon aber am liebsten. Ihr Twitter-Name ist @DetaBMG. Wir haben uns mal am Flughafen in Düsseldorf verabredet. Als kleinen Talismann habe ich ihr mein Skatspiel überlassen, der Borussia-Artikel, der mir selbst am liebsten und teuersten ist. Seither reist er, und darüber bin ich besonders glücklich, mit ihr durch Europa.

Das Skatspiel bewährt sich nun auch im Europapokal.
Das Skatspiel bewährt sich nun auch im Europapokal.

Übrigens will ich noch eine kleine Erklärung hinterherschieben, warum Thomas Kastenmaier bis heute mein Lieblingsspieler war und ist. Dieser typische Ur-Bayer ist einfach ein Kerl – und hatte darüber hinaus einen Schuss, der den Torhütern schon vorher den Angstschweiß auf die Stirn trieb. Das beeindruckte mich als Jungspund schon sehr.

Marc - ein Teil der Borussenfamile!
Marc – ein Teil der Borussenfamile!

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