Ein zweiter Saisonauftakt.

Nach Länderspielpause und heiß diskutierter Transfer-Schlussphase folgt nun der dritte Bundesliga-Spieltag. Endlich geht es weiter – hoffentlich ähnlich gut wie im Derby. Unser Blick auf die Partie gegen die Frankfurter Eintracht.

Irgendwie ist es verrückt und zum Kopfschütteln: Hatte die Bundesliga vor drei Wochen gerade erst angefangen, pausierte sie auch schon wieder. Länderspielpause! Nicht nur organisatorisch fragwürdig, auch eine frühe Mehrbelastung für die zahlreichen Nationalspieler (zehn Borussen). Was soll das eigentlich, Uefa, Fifa und Co.?

Frankfurter Wundertüte kommt an den Niederrhein

Immerhin haben wir so nun also die Möglichkeit eine Art zweiten Bundesliga-Auftakt zu feiern. Mit der Frankfurter Eintracht kommt dazu am Samstag eine Wundertüte in den Borussia-Park. Mit einem gefühlt runderneuerten Kader – inklusive Paradiesvogel Kevin-Prince Boateng – starteten die Adler mit einem Unentschieden und einer Niederlage in die neue Saison. Auch die kommende Saison scheint ein Risikoprojekt der sportlich Verantwortlichen in Mainhattan zu sein.

Nichtsdestotrotz dürfen die Mannen von Trainer Dieter Hecking den Gegner alles andere als auf die leichte Schulter nehmen. Erst im April haben wir im Pokal schmerzlich erfahren können, wozu Eintracht-Coach Kovac seinen Jungs mental treiben kann. Dennoch bleibt zum aktuellen Zeitpunkt der Saison für den VFL ein Vorteil: Aufgrund der großen Masse von Neuverpflichtungen im Dress der SGE kann man nicht zwingend erwarten, dass sie als eingespieltes Kollektiv agieren könnten – das gilt es für unsere Borussia zu nutzen.

Mit Schwung und Anlauf in die nächsten Ligaspiele

Für unsere Fohlenelf geht es im zweiten Heimspiel der Saison jedoch auch allen voran darum, sich weiter gut für die nächsten Wochen und die ersten Kracher-Duelle zu positionieren. Auf einen schönen Derbysieg folgte eine desolate zweite Hälfte in Augsburg, nach der man froh sein konnte, nicht verloren zu haben. Fragwürdig, warum die Mannschaft auf einmal das sehr gute Kombinationsspiel aus Hälfte eins einstellte. Hecking verwies im Anschluss auf einen Lernprozess. Hoffentlich setzt dieser so bald wie möglich ein.

Für die Verletzten waren die beiden zurückliegenden Wochen eine gute Chance, sich abseits des öffentlichen Ligaalltages in Ruhe um die Blessuren zu kümmern. Einer zum Beispiel nutzte die Gelegenheit sich gleich mal wieder für den Kader für Samstag fit zu melden: Tony Jantschke. Für den Ur-Borussen und Publikumsliebling schließt sich mit der Partie gegen die SGE ein Kreis: Sein letztes Bundesligaspiel machte er im April beim Auswärtsspiel im Frankfurter Waldstadion. Was folgten waren eine Hand- und mehrere Muskelverletzungen. Doch das soll nun der Vergangenheit angehören. Wir sagen: Willkommen zurück, Tony!

Einen Spieler werden wir hingegen nicht mehr im Borussen-Trikot sehen – respektive haben wir ohnehin so gut wie nie: Timothée Kolodziejczak wechselte unlängst nach Mexiko. Der gut und gerne als Transfer-Flop zu bezeichnende Franzose hält ab sofort die Abwehr des mexikanischen Klubs Tigres zusammen. Dass „Kolo“ nach nur ein paar Monaten Mönchengladbach wieder den Rücken kehrt, bestärkt uns in der Einschätzung, dass Max Eberl im Winter tatsächlich einen kleinen Panikkauf getätigt hat. Hoffen wir für „Kolo“, dass er in Mexiko wieder zu alter Form zurückfinden kann. Wir haben sie leider nie gesehen.

Die Partie gegen Frankfurt kann auch dafür genutzt werden, sich alten Lasten zu entledigen und endlich wieder mit dem nötigen Ernst an die Sache heranzugehen. Wir haben nur den Ligawettbewerb – und das Wochenende für Wochenende. Da zählen keine Ausreden, weder auf noch neben des Platzes. Zeigen wir den Jungs also morgen im Stadion, dass wir wieder bereit sind, sie durch die nächsten Wochen und Monate zu tragen.

Foto zu diesem Beitrag: Nordkurvenfotos

Ein Gedanke zu „Ein zweiter Saisonauftakt.

  • 10. September 2017 um 23:55
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    Fans hui. Mannschaft pfui.
    Und der beste Neueinkauf von Max Eberl heißt Florian Neuhaus und trifft und trifft und trifft.

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