Maestro Max!

Borussia steht nicht nur sportlich hervorragend da: Auch abseits des Platzes stellt der Klub kontinuierlich die Weichen für die Zukunft. Dafür verantwortlich ist ein Mann, den wir zuletzt auch mal kritisiert haben. Jetzt aber ist es Zeit für eine Huldigung!

Langjährige und treue Leserinnen und Leser unseres Blogs wissen genau: Wir sind absolute Max-Eberl-Fans. Mehrfach schon haben wir unserem Manager ein Denkmal bauen wollen. Seine Mantra „Wir sollten nicht vergessen, wo wir herkommen“ oder „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz“ hätten wir uns am liebsten auf unseren Oberkörper tätowiert (Spoiler: Wir haben es nicht gemacht). Kurzum: Max Eberl ist für uns ein entscheidender Faktor, warum wir, die eigentlich nur abstiegskampferprobten Bökelberg-Fans, plötzlich durch Europa reisen dürfen. Wenn nicht sogar der alles entscheidende Faktor!

Doch es stimmt auch, dass ein großer Teil unserer letzten Eberl-Texte ehrlich gesagt etwas negativ daherkamen. Natürlich werden handelnde Personen stets an ihrem eigenen Wirken gemessen. Und Max Eberl hat seine eigene Messlatte in den vergangenen Jahren ziemlich hoch gehängt. Und so kritisierten wir den sonst wenig zögerlichen und ziemlich meinungsstarken Max in der jüngeren Vergangenheit für sein zu langes Festhalten an Dieter Hecking, seine weichgespülte Haltung im Fall Clemens Tönnies oder die aus unserer Sicht lasche Pressekonferenz nach den Istanbul-Vorfällen

Vertragsverlängerer Nummer eins

Wir sind uns aber sicher: So wie wir Max kennengelernt haben, hätten wir jedes dieser Themen auch Face-to-Face mit ihm besprechen können. Auch deshalb sind wir stets riesige Eberl-Fans geblieben. Zumal er wenigstens in der Causa Hecking ja dann doch eine heute richtungsweisende Entscheidung traf und den Trainer vor dieser Saison trotz laufenden Vertrages durch Marco Rose ersetzte. Eine durchaus mutige Entscheidung, die auch nach hinten hätte losgehen können. Mittlerweile wissen es längst nicht nur Borussiafans: Die Ergebnisse und die Spielweise unseres Teams geben Eberl absolut recht.

Doch Max Eberl – und das ist wohl seine größte Stärke – ruht sich keinesfalls auf Lorbeeren aus. Im Gegenteil! Während Fußballdeutschland mehr oder weniger sinnhaft über den Herbstmeister-Kandidaten aus Mönchengladbach philosophiert, hat sich Eberl heimlich, still und leise zum Vertragsverlängerer Nummer eins aufgeschwungen. Nacheinander verlängerte der 46-Jährige die Kontrakte von Florian Neuhaus, Laszlo Benes, Yann Sommer und Christoph Kramer bis 2023. 

Die neuen Verträge sind durchaus ein starkes Zeichen: an alle Borussia-Fans, aber auch die nationale wie internationale Konkurrenz. Denn zumindest die drei erstgenannten Spieler standen wie in einigen Medien zu vernehmen war auf dem Zettel mehrerer Topklubs und auch Christoph Kramer hat sicherlich immer wieder einige lukrative Angebote. Dass Eberl dennoch mit allen Spielern verlängern konnte zeigt, wie attraktiv Borussia mittlerweile geworden ist. Zwar wird Eberl auch die Gehälter deutlich angepasst haben, doch das ist dank der Leistung der Spieler eben marktüblich.

Letztlich bestätigen die Bekenntnisse von Neuhaus, Benes, Sommer und Kramer einen Trend, den Eberl seit einigen Jahren beharrlich pflegt: Junge Spieler für kleines Geld holen und entwickeln (notfalls wie bei Neuhaus oder Benes auch per Leihe zu einem anderen Verein). Diesen talentierten Spielern werden dann erfahrenen Jungs zur Seite gestellt (Kramer, Sommer), die noch längst nicht fertig sind und stets dazu lernen wollen. Eine absolute Erfolgsmischung, die vor allem mit einem Namen zusammenhängt: Max Eberl! 

Eberl arbeitet an Zakaria

Nun arbeitet unser Manager, darf man verschiedenen Quellen aus dem Verein Glauben schenken, im Hintergrund bereits an den nächsten Coups: Nico Elvedi könnte schon bald einen neuen Vertrag unterschreiben (aktuell bis 2021) und auch mit den Beratern von Denis Zakaria befindet sich Eberl längst in ziemlich konkreten Gesprächen über eine Vertragsverlängerung über 2022 hinaus. Zumindest bei Zakaria wird unser Manager dann wieder von einer Möglichkeit Gebrauch machen, die er für Borussia Mönchengladbach (mit allem Recht) ohnehin nicht ausschließt: eine Ausstiegsklausel. Der sportliche Mehrwert Zakarias rechtfertigt diesen Schritt allemal. Granit Xhaka, Marco Reus oder Dante lassen grüßen!

Wir sind uns sicher: Auch Max Eberl genießt die aktuell komfortable Lage. Borussia spielt wieder mit einem eigenen, teils berauschenden Stil, sorgt sportlich für Schlagzeilen und stellt sich für die Zukunft auf. Das Gesamtpaket passt einfach – unabhängig davon, dass Eberl nach unseren Informationen weiterhin gerne irgendwann die Stelle des Sportdirektors neu besetzen und selbst als Sportvorstand fungieren würde. Das ist aber Zukunftsmusik – ebenso wie der immer noch aktuelle Traum von „etwas Blechernem“!

Fürs erste wollen wir an dieser Stelle einfach nur sagen: DANKE, Max! Dass du weiterhin bei Borussia bist bist! Dass du unseren Verein so solide und trotzdem zukunftsorientiert aufstellst! Und dass Du Borussia mit einer Kultur und Leben füllst! Auf die nächsten Jahre, Maestro Max! 

Foto zu diesem Beitrag: Christof Koepsel / Bongarts / Getty Images

7 Gedanken zu „Maestro Max!

  • 4. Dezember 2019 um 20:20
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    Vielen Dank Herr Eberl, das Sie der Gladbacher Borussia noch lange erhalten bleiben wollen wir alle Hoffen. Ihnen und all ihren Lieben am Wochenende viel Glück und Erfolg
    ( zieh den Bayern die Lederhose aus) sowie eine Gesinnliche Adventszeit und Frohe Weihnachten.
    Anne Funke-Kaiser

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    • 5. Dezember 2019 um 19:39
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      Max,mach es wie der Hoeneß in München.
      Nur Du kannst diese Ära in Mönchengladbach prägen.

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  • 4. Dezember 2019 um 20:45
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    Zu der Zeit war die Verpflichtung von Max Eberl der beste Transfer in den letzten 30 Jahren. Der richtige Mann am richtigen Ort.

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  • 5. Dezember 2019 um 11:37
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    Wenn man bedenkt das er nur zufällig mit dem Fahrrad am Stadion vorbeigeradelt ist 😉

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  • 5. Dezember 2019 um 12:31
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    Kann dem Artikel nur beipflichten und hoffe das er uns noch ein paar Jahrzehnte erhalten bleibt 🙂

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  • 5. Dezember 2019 um 19:49
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    Max der beste Manager in Deutschland…..das beste für unsere Borussia

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