Schütteln, spielen, siegen!

Die Niederlage gegen den SC Freiburg ändert nichts am neuen Gefühl rund um die Fohlenelf: Die Aussicht auf das anstehende Pflichtspiel, in diesem Fall das Pokalspiel gegen Leverkusen, macht endlich wieder Spaß. Daran ändert auch der verletzungsbedingte Ausfall eines Hochkaräters nichts. Unser Vorspiel!

Zugegeben: Ein bisschen deprimiert waren wir am vergangenen Wochenende schon. Leichtfertig, fast ein wenig arrogant, schenkte Borussia aus unserer Sicht das Spiel gegen den SC Freiburg her. Nach einer sehr ordentlichen ersten Hälfte kam gar nichts mehr. Fast wirkte es so, als hätten der Tabellenplatz und die positiven Schlagzeilen der letzten Wochen die Sinne unserer Spieler etwas vernebelt. Nun ja, große Vorwürfe wollen wir nach den guten letzten Ergebnissen dennoch nicht anbringen. Die Spieler und auch der Trainer wissen sicher, dass so eine lasche Einstellung nicht ausreicht!

Vor allem nicht in einem KO-Spiel, vor allem nicht gegen Bayer Leverkusen. Unser heutiger Zweitrunden-Pokal-Gegner taumelte zwar in den vergangenen Wochen eher durch die Liga, als dass er Angst und Schrecken verbreitete. Ein schneller Blick auf den Kader (und speziell auf die Offensive) mit Spielern wie Volland, Brandt, Bailey, Havertz, dem wiedererstarkten Bellarabi sollte aber Warnung genug sein. Da kommt schon eine Menge Qualität in den Borussia-Park.

Mit Leverkusen, die wir Anfang der Bundesligasaison Zuhause ja noch 2:0 besiegen konnten, schlägt auch mal wieder ein in Gladbach eher unbeliebter Zeitgenosse im Borussia-Park auf. Ehrlich gesagt haben wir über die generelle Abneigung einiger älterer Anhänger gegen Heiko Herrlich eher müde lächeln können. Der simple Grund: Wir sind einfach zu jung, haben die Hintergründe seines Wechsels damals nicht miterlebt. Mit Blick auf seinen letzten „legendären“ Pokal-Moment in Gladbach wünschen wir unserem streikenden Ex-Spieler für Mittwoch dennoch nicht wirklich das Beste. Jeder wird sich noch an die oscarverdächtige Schauspieleinlage des gegnerischen Trainers gegen Denis Zakaria erinnern. Hoffentlich wird es heute Abend nicht zu rutschig in den Coaching-Zonen des Borussia-Parks!

Sicher sind wir uns in einer anderen Sache: Unsere Mannschaft wird den wahrscheinlichen Ausfall (oder Nicht-Startelfeinsatz) unseres angeschlagenen Bombers Alassane Plea gut wegstecken. Raffael sollte wieder im Kader stehen, dazu könnte die Plea-Verletzung für die Johnsons, Hermanns oder Traorés dieser Welt eine Chance sein, sich zu präsentieren und in den Fokus zu spielen. Darüber hinaus hoffen wir, dass Dieter Hecking ein etwas glücklicheres Rotations-Händchen als zuletzt in Freiburg besitzt. Christoph Kramer oder auch Florian Neuhaus dürften unserer Meinung nach gut und gerne wieder in der Startelf stehen. Wir sind gespannt!

Ansonsten ist die Ausgangslage relativ simpel und klar: Die Freiburg-Niederlage abschütteln, gegen Leverkusen ein gutes Spiel abliefern und die nächste Siegesserie starten. Wir als Nordkurve sollten die Mannschaft dabei trotz Kälte nach Kräften unterstützen. Habt im Hinterkopf: Es kommt ein starker, aber keineswegs übermächtiger Gegner in den Borussia-Park.

Zusammen können wir das Achtelfinale erreichen und diesen einen Traum am Leben halten: Das „Blecherne“ zurück in Gladbach. Schütteln, spielen, siegen. Auf geht’s!

Foto zu diesem Beitrag: Nordkurvenfotos

3 Gedanken zu „Schütteln, spielen, siegen!

  • 1. November 2018 um 3:04
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    Das war das allerletzte mal, dass ich mir diese Blamage ansehen musste. 0:5 Schämt euch !!
    Ich komme erst wieder, wenn diese Mannschaft vernünftig eingestellt wird.
    Schämen sie sich Herr Hecking !!

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  • 1. November 2018 um 8:06
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    Diesen Artikel musste man zweimal lesen. Zuerst gestern Abend um 20:30 und dann ein zweites Mal gestern Abend um 22:30. Herrlich, wie man sich irren kann.
    „Die Niederlage gegen den SC Freiburg ändert nichts am neuen Gefühl rund um die Fohlenelf.“ Stimmt. Der 0:5 Halloween-Horror aber um so mehr. Gefühl ist wieder weg!

    „Die Spieler und auch der Trainer wissen sicher, dass so eine lasche Einstellung nicht ausreicht!.“ Scheinbar wissen sie nichts. Dieser Übungsleiter hat sich extra noch die „Mühe gemacht, nach Bremen zu fahren“ ( O-Ton Hecking) um die Pillen zu beobachten. Ergebnis des Ausflugs: aus 2:6 mach 0:5

    „…dazu könnte die Plea-Verletzung für die Johnsons, Hermanns oder Traorés dieser Welt eine Chance sein, sich zu präsentieren und in den Fokus zu spielen.“ Jo genau so. Und was macht Herrmann in den ersten und der Diplomhektiker in den zweiten 45 Minuten? Vertragsverlängerung für diese beiden Luftnummern? Ich lache mich schlapp.

    Wie antwortete Yann Sommer nach dem Freiburg-Spiel? „Es ist ja nur eine Niederlage.“ Das sagt eigentlich alles über diese Menatalitätsmonster und ihren tollen Trainer. Jetzt noch eine Heimpleite am kommenden Sonntag und dann könnte Herr Eberl doch endlich den Vertrag mit diesem Supertrainer verlängern. Oder seid ihr da etwa anderer Meinung?

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  • 2. November 2018 um 7:34
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    Du hast vollkommen Recht 👍🏻

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