Alles eine Nummer kleiner bitte!

Das Spiel gegen die TSG Hoffenheim sorgt weiter für Unruhe durch die umstrittene Protestaktion der Ultraszene. Zeitungen und Internet sind voll von Anschuldigungen, Empörung und Diskussionen. Wir blicken mit einigen Tagen Abstand und aus verschiedenen Perspektiven auf die Geschehnisse des Samstags.

Am liebsten würden wir dieses bittere 1:1-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim so schnell wie möglich vergessen. Es sollte ein guter Auftakt in wichtige Wochen werden. Das ging gründlich nach hinten los. Zum einen, weil unsere Mannschaft sportlich nicht die Wucht aus der zweiten Hälfte in Düsseldorf aufs Parkett brachte. Andererseits waren da aber eben auch umstrittenen Proteste der Ultraszene, die auch heute noch nachwirken und die Stimmung in der zweiten Spielhälfte erlahmen ließ. In den Medien wird debattiert – und auch Borussias Fanszene scheint gespalten. Klar ist, dass am Samstag auf allen Seiten Fehler gemacht wurden. Und auch die generell angestoßene Debatte ist nicht wirklich zielführend!

Hintergrund der Protest-Aktion

Fangen wir grundsätzlich an: Was gezeigt wurde, wissen mittlerweile wohl alle Borussia-Fans. Die Ultraszene griff das Motiv der Dortmunder Fanszene auf, die Hopps Konterfei bereits seit Jahren auf einer Blockfahne in ein Fadenkreuz setzt. Das Motiv war immer wieder Anlass für Diskussionen und ist über die Jahre zum Symbol der Dortmunder Proteste gegen die TSG Hoffenheim und Dietmar Hopps Engagement geworden. In der vergangenen Woche verhängte der DFB nun eine Strafe gegen die Dortmunder Fans: Zu den nächsten drei Gastspielen der Dortmunder in Hoffenheim dürfen keine Gästefans anreisen.

Das Urteil rief unter Fans und Ultras besondere Empörung hervor, weil der DFB vor Jahren zusagte, auf kollektive Bestrafungen von Fanszenen künftig verzichten zu wollen. Offenbar gilt das nun nicht mehr. Womit das zusammenhängt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Für viele Fanszenen wirkte es aber so, als sei das auf den Einfluss Dietmar Hopps zurückzuführen. Die Gladbacher Ultras wollten mit dem Banner also ihre Solidarität mit den alles andere als befreundeten Dortmunder Ultras bekunden, die Opfer einer kollektiven Bestrafung wurden. Das lehnen Ultras in ganz Deutschland ab und auch wir stehen Kollektivstrafen kritisch gegenüber. Zumal sie mit den Prinzipien eines Rechtsstaats nur äußerst schwer vereinbar sind. So ein Protest ist legitim, auch wenn er nicht jedem passen muss.

Warum der Protest dennoch falsch war!

Aus unserer Sicht war der Protest am Samstag aber trotzdem fehl am Platze – vor allem nachdem Borussias Fanszene zu Beginn des Spiels aufgrund der schlimmen Ereignisse aus Hanau noch kollektiv schwieg. Wir wollen an dieser Stelle zunächst unbedingt darauf hinweisen, dass die Vorsänger der Ultraszene im Vorfeld der Schweigeminute deutlich auf die Dringlichkeit des gemeinsamen Gedenkens hinwiesen. Der Ultraszene nun also zu unterstellen, sie hätte mit dem Zeigen des Hopp-Fadenkreuzes die Opfer eines rechtsextremistischen Attentats verhöhnen wollen, halten wir für falsch.

Das Plakat war aus unserer Sicht aber dennoch unangebracht und nicht zielführend. Über das dazugehörige Spruchband lässt sich noch streiten (wirklich kreativ und einfallsreich ist der gezeigte Spruch nun wirklich nicht) – das Fadenkreuz halten wir aber für daneben. Vor allem, weil die Ultraszene nicht voraussetzen kann, dass alle Besucherinnen und Besucher des Stadions den Kontext zum gewählten Motiv überhaupt kennen.

Hinzu kommt, dass das Motiv gezeigt wurde kurz nachdem es eine kollektive Gedenkminute für die Toten von Hanau gab. Denn nur wenige Tage nach einem rassistischen Terroranschlag, bei dem neun Menschen in zwei Shishabars und einem Kiosk ermordet wurden, sollte niemand die Strahlkraft des Fußballs unterschätzen und einen Menschen, der aus Sicht vieler Fans umstritten ist, in ein Fadenkreuz stellen. So viel Anstand und Empathie sollte drin sein – auch in einem Fußballstadion und auch von einer oftmals an der Grenze wandelnden Ultrabewegung. In anderen Stadien setzten sich Fans auf Spruchbändern mit Hanau und dem gesamtgesellschaftlichen Problem des Rassismus und allen anderen Formen von Menschenfeindlichkeit auseinander. Die Plattform einer Fankurve so zu nutzen, kann man nicht einfordern. Wenn das aber nicht passiert, sollten Ultraszenen sich wenigstens Gedanken um die aktuellen Umstände machen und möglicherweise einmal auf allzu drastische Provokationen verzichten. Insbesondere wenn es um Provokationen geht, die durchaus als gewaltverherrlichend interpretiert werden können.

Innerhalb der Ultraszene sollte eine ehrliche Aufarbeitung stattfinden. Wir sind ohnehin der Meinung, dass etwas mehr Transparenz und Kommunikation der Ultras vieles einfacher machen würde.

Hanau & der Rassismusbegriff: Die Debatte sollte sachlich bleiben

Im Gegenzug sollten allerdings auch viele andere “Akteure” in der Nachbetrachtung den Anstand haben, die Sache fair zu diskutieren und die Begriffe sorgsam zu wählen, um bloß keinen falschen Eindruck zu erwecken. Denn leider hat sich genau an dieser Stelle auch der Verein Borussia Mönchengladbach nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Zunächst sprach der Stadionsprecher in seiner Bitte, die Blockfahne herunterzunehmen, davon, dass Borussia sich von Rassismus distanziere. Das ist selbstverständlich wichtig. Dennoch erweckte es für viele in dem Moment den Eindruck, die Aktion der Ultras beinhalte rassistische Inhalte. Auch Max Eberls Aussage, die Borussia auch auf Facebook verbreitete, erweckte den Eindruck, als habe es sich bei der Protest-Aktion der Ultras um Rassismus gehandelt.

Doch es gibt enorme Unterschiede zwischen Rassismus und dem, was am Samstag im Stadion passiert ist. Rassismus erfahren Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion oder Hautfarbe Abwertungen und Nachteile erfahren müssen. Gewisse Privilegien, die wir als weiße Mehrheitsgesellschaft als selbstverständlich wahrnehmen, werden diesen Menschen regelmäßig vorenthalten. Wer helle Haut und einen deutsch klingenden Namen hat, der weiß nicht, was es heißt, aufgrund des Familiennamens oder der Hautfarbe immer wieder angefeindet oder anders behandelt zu werden. Borussia sollte die Komunikation dort im Nachgang intern aufarbeiten. Bei solchen Themen und Begriffen ist Differenzierung dringend notwendig.

Dietmar Hopp ist kein Opfer von Rassismus

Die Beleidigungen gegen Dietmar Hopp treffen einen Menschen, der all diese Privilegien genießt. Das heißt selbstverständlich nicht, dass er wahllos beleidigt werden darf. Dennoch sollte klar unterschieden werden zwischen Beleidigungen und dem Begriff des Rassismus. Denn mit solchen begrifflichen Vermischungen relativieren und verharmlosen wir Rassismus. Das wird auch den Opfern des rechtsextremistischen Terrors nicht gerecht. Denn bei aller Kritik, die wir am Protest von Samstag äußern, sind wir sicher, dass niemand der Ultras einen Bezug zu Hanau herstellen wollte. Das haben uns einzelne Mitglieder in Gesprächen ebenfalls versichert und das darf in der Debatte nicht untergehen.

Borussias Ultras wurden in den anschließenden Debatten extrem kritisiert – in den Medien und von anderen Fans. In Teilen haben sie sich das selbst zuzuschreiben. Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl im Vorfeld hätten sie die Reaktion der übrigen Fans erahnen können. Wenn wir nun allerdings hören, dass die Ultras sich in Nachrichten, Mails und Kommentaren nun übelste Beschimpfungen anhören müssen, dann können wir ebenfalls nur den Kopf schütteln. Wer die Ultras kritisiert, weil man deren Vorgehen für empathie- und geschmacklos hält, sollte diese Maßstäbe auch an sich selbst anlegen.

Alles eine Nummer kleiner bitte!

Generell gilt: Kritik ist völlig in Ordnung und auch wir halten das gewählten Fadenkreuz-Symbol aus den dargelegten Gründen für unangebracht und dumm. Die Kritik sollte allerdings sachlich bleiben. Und generell gilt in diesem Fall aus unserer Sicht: Eine Nummer kleiner bitte! Das gilt für uns Fans und die mediale Berichterstattung. Es ist wichtig, dass Fans und Ultras weiterhin kritisch bleiben und den Finger in die Wunde legen. Viele positive Entwicklungen haben Ultras angestoßen. Das heißt aber nicht, dass sie nicht auch in Teilen über das Ziel hinausschießen.

Eine harte, aber sachlich faire Kritik an der immer weiter voranschreitenden kommerziellen Ausschlachtung des Fußballs ist wichtig und legitim. Sie sollte sich allerdings gegen Strukturen und Institutionen richten und nicht persönlich werden. Die Aktion des vergangenen Samstags hat leider sehr viele Leute weggestoßen und abgelenkt von einer eigentlich notwendigen Debatte über Kollektivstrafen. Mit Empathie geht manches wesentlich besser! Wir hoffen, dass alle Teile unserer so vielfältigen Fanszene diese Empathie wiederfinden und die Sache in gemeinsamen Gesprächen ausbügeln.

Denn eins steht fest und auch das hat der Samstag gezeigt: Eine immer tiefer gespaltene Fanszene tut Borussia niemandem gut. Lasst uns notwenige Debatten sachlich und gemeinsam führen.

Foto zu diesem Beitrag: UWE KRAFT/AFP via Getty Images

36 Gedanken zu „Alles eine Nummer kleiner bitte!

  • 25. Februar 2020 um 20:33
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    Prinzipiell ein guter Artikel, der versucht sachlicher an die ganze Debatte dranzugehen, aber gewagte Aussage, dass Menschen mit weißer Hautfarbe nicht wissen, was es bedeutet rassistisch angegangen zu werden bzw. anders behandelt zu werden…

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    • 25. Februar 2020 um 20:39
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      Hallo Harobed, wieso hältst du das für gewagt? Wir kennen keine Beispiele für Rassismus gegen Weiße. Weder aktuelle noch historische. Würdest du da widersprechen?

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      • 25. Februar 2020 um 21:17
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        Erklärungen hin oder her…. Einen Menschen in einem Fadenkreuz darzustellen ist falsch! Die Verantwortlichen gehören bestraft und sollten sich bei Herrn Hopp entschuldigen…
        Mit Kreativität würde man wesentlich sympathischer rüber kommen…
        Übrigens… Herr Hopp ist ein engagierter Mensch der Teile seines Geldes in die Gesellschaft zurückführt…
        Vereine die sich über zusätzliche Einnahmequellen finanzieren gibt es zu genüge im Profifußball…

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        • 27. Februar 2020 um 14:20
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          Alles halb so wild sie hätten vielleicht das Hoffenheim wappen anstatt einer person nehmen sollten oder halt ganz weg lassen. Eine einzelne Person in die Mitte zu machen halte ich auch für übertrieben. Unsere Fans vom Oberrang können sich gerne wieder setzen (machen sie ja sonst als auch). Die Rufe gegen die Ultras finde ich eine absolute Frechheit! Was die alles schon auf die Beine gestellt haben… Die wo nicht mitsingen in den Blöcken 15,16,17 gehören auch raus. Mal ganz nebenbei! Ich bin kein ultra oder sonstiges finde es aber eine Frechheit wie aus einer blöden Aktion sooo ein riesen Trama gemacht wird. Traurig was unsere Gesellschaft anbelangt. NUR MEINE MEINUNG!!!!

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      • 25. Februar 2020 um 21:20
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        Als Beispiel für Rassismus gegen Weiße könnte man zum Beispiel Vertreibungen und Massaker an weißen Farmern in Simbabwe unter Robert Mugabe nennen. Natürlich gibt es in der Welt auch Rassismus gegen Weiße, aber in Deutschland halt nicht wirklich.

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      • 25. Februar 2020 um 22:31
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        Nun das Verhalten der Polizei in der Türkei war wohl eindeutig als rassistisch zu betrachten, und richtete sich gegen weiße und christliche Symbole….denke da sind alle Kennzeichen des Rassismus auch erfüllt worden.

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        • 26. Februar 2020 um 12:28
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          Hallo Norbert,

          bitte nicht Rassismus mit Diskriminierung verwechseln bzw. gleichsetzen. Als Mensch mit heller Hautfarbe und deutschem Namen kann man durchaus diskriminiert werden.

          Rassismus hat jedoch immer einen historischen Bezug und spielt auf den Kolonialismus an, in dem farbige Menschen durch weiße unterdrückt wurden.

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      • 26. Februar 2020 um 12:00
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        Ganz ehrlich,mich kotzt dieses asoziale Verhalten dieser ach so tollen Ultras mittlerweile so an!!! Ich ,als ganz normler Fan meines Lieblingsvereins Borussia, schäme mich für solche Idioten nur noch. Selbst wenn es nur ein paar Typen sind, die so geartet sind, verstehe ich einfach nicht, warum die anderen,die rundherum stehen ,da nicht gegen steuern.Alle haben Schiss anscheinend und das darf einfach in Deutschland nicht sein!!!

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        • 26. Februar 2020 um 15:20
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          Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen!!

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  • 25. Februar 2020 um 20:37
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    Hallo Mittgedacht, ich war im Stadion und habe die Szene live beobachtet. Mit ein wenig Abstand lassen sich die Dinge nochmal Differenzierter betrachten. Was aber gar nicht geht das wer auch immer solch ein Plakat hoch hält und andere Menschen so verletzt hat aber auch garnichts im Stadion zu suchen. Da fehlt mir jeder Respekt. Ich finde es schade das in eurer Reflektion das was die Ultras da gemacht haben bitte nur ein Bischen Kritisiert werden solle. Und gleichzeitig versucht wird das bitte sich keiner Aufregen solle ist doch nur halb so schlimm! Da fehlt mir die Konsequenz für soll ein Verhalten.
    Euch eine gute Zeit und beste Grüße

    Frank Reichartz

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  • 25. Februar 2020 um 20:44
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    ..früher wurde die Spruchbänder entweder unmittelbar von Nils erklärt, oder in der nächsten Blockflöte erläutert.

    Auf direkte bitten,das wieder zu machen, sagten uns die Capos das Sie das nicht für nötig halten.

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  • 25. Februar 2020 um 21:08
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    Die Aussage des Stadionsprechers war “Borussia ist gegen Rassismus und Ausgrenzung jeglicher Art”. Dass nun viele Zuschauer angenommen haben sollen, dass es sich um ein Banner rassistischen Inhalts gehandelt habe, ist eine Vermutung. Vor allem eine komische und nicht logische Vermutung, da ihr selbst sagt, dass man dieses nicht annehmen könnte, dass ein Weißer rassistisch angegangen werden würde.

    Es wurde richtig laut, als Eberl und Stindl in die Kurve gingen, der Doppelhalter aber oben blieb. Dass die Pfiffe und Rufe also deswegen so laut wurden, weil das Spiel unterbrochen wurde und trotz Intervention nicht fortgesetzt werden konnte, ist deutlich logischer und wahrscheinlicher.

    Antwort
  • 25. Februar 2020 um 23:05
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    Rastafari Rasssimus und die Situation der weißen Farmer in Südafrika und dem Senegal wären Beispiele über die man zumindest diskutieren kann…

    Denke aber es ist nicht zielführend jetzt Rassismus und seine Ausprägungen zu besprechen.

    Die Aktion der Ultras und die gegen Reaktion der Nordkurve hatten absolut nichts mit Rassimus zu tun. Hier darf nichts instrumentalisiert werden und die Ultras dürfen sich hier nicht selbst belügen.

    Es ist selbstverständlich, dass hier keine Rassimus Debatte aufgemacht wird. Ich hab nur leider das Gefühl, dass gerade von Seiten der Ultras und der ultranahen Fanorgane / Medien diese Debatte künstlich aufgebaut wird um von dem eigentlichen Fehlverhalten abzulenken oder weil man noch nicht verstanden hat warum die Gegenreaktion so heftig ausfiel.

    Das Problem wird so wieder auf die Anderen abgewälzt anstatt sich selbst damit zu beschäftigen und den Fehler einfach mal offen und ehrlich ein zu gestehen und sich zu entschuldigen.

    Der Ball liegt jetzt eigentlich bei den Ultras den Riss unter den Fans zu kitten. Es sieht aber bisher nicht so aus als ob Sie dazu bereit sind. Von daher befürchte ich eine katastrophale Stimmung bis Saisonende und wenn es schlecht läuft auch darüber hinaus….

    Die Ultras müssen verstehen, dass wenn Sie etwas positives erreichen wollen (sei es Stimmung oder Protest) Sie den normalen Fan in der Nord mitnehmen müssen. Und dieser Fan steht weder dem Kommerz, Kolllektivstrafen noch Projekten wie Hoffenheim oder Leipzig besonders Nahe. Die Fans in der Nord und die Ultras denken hier eigentlich komplett gleich und es geht nur um die Art der Umsetzung.

    Das vieles im Vip Bereich oder bei den Event oder Klatschpappen Fans nicht verstanden wird, egal wie gut man es erklärt, ist auch klar. Aber diese Fans stehen zu 99% nicht in der Nord.

    Ein Kopf im Fadenkreuz passt einfach nicht zu den Werten für die Borussia steht. Das ist immer drüber und ganz besonders wenn ein geistig verwirrter aus welchen Gründen auch immer gerade mehrere Menschen umgebracht hat und es aus diesem Grund ein paar Minuten vorher eine Schweigeminute gegeben hat.

    Das Spruchband darunter war von der Norkurve aus nicht zu sehen und hat überhaupt keine Rolle gespielt….genauso wenig wie die Durchsage um auch das nochmal klar zu sagen.

    Antwort
  • 25. Februar 2020 um 23:05
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    Ich finde neben der Geschmacklosigkeit des Banners vor allem die Vermummung absolut inakzeptabel,ich musste direkt an die Kölner Aktion 2015 denken.

    Wenn man sich dann noch von den Capos den Mittelfinger zeigen lassen muss, ist man doch bedient.

    Die Ultras haben viele Verdiensze um die Stimmung in der NOrdkurve, aber jetzt ist auf jeden Fall mal
    eine Entschuldigung fällig.

    Antwort
    • 27. Februar 2020 um 13:28
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      Wir sagen ja auch, dass wir die Aktion an dem Tag unpassend fanden und schreiben, dass mehr Transparenz und Kommunikation seitens der Ultras guttun würde. Dazu würde auch eine öffentliche Aufarbeitung gehören. Wie immer die dann aussieht.

      Antwort
  • 25. Februar 2020 um 23:18
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    So so, Borussia und Max Eberl haben sich also nicht mit Ruhm bekleckert, weil sie nach den heldenhaften Aktionen der Häkelmützchenträger nicht die richtigen Worte gefunden haben. Naja, das verbale Niveau der Ultras in ihren Anstaltsoverals ist halt nicht so leicht zu erreichen….

    Antwort
    • 27. Februar 2020 um 13:29
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      Wir sagen ja auch, dass die Aktion nicht unserem Geschmack entspricht. Wir finden sie geschmacklos. Das Ganze jedoch mit Rassismus in Verbindung zu bringen hilft der Debatte nicht und relativiert tatsächlichen Rassismus.

      Antwort
      • 28. Februar 2020 um 5:09
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        Das, was im Stadion gezeigt wurde, ist Menschenverachtung pur und hat nicht den kleinsten Anspruch auf Diskussion. Wenn das Argumente sein sollen, dann muss man sich nicht wundern, wenn man in die Ecke von Rassismus und Rechtsradikalen geschoben wird.
        Warum man sich ausgerechnet Herrn Hopp ausgesucht ist für mich ein Rätsel. Da gibt es Werksklubs, da gibt es Investoren, siehe HSV, Herta und auch Bayern München. Da schreit keiner und mit Recht, weil diese alle unsere beliebte Bundesliga mitfinanzieren und darum sollten wir froh sein, dass es solche Menschen gibt, die bereit sind abzugeben.
        Herr Hopp hat viel Geld verdient und ist bereit von seinem Geld einiges davon an die Allgemeinheit abzugeben. Er unterstützt viele soziale Projekte, er unterstützt wissenschaftliche Projekte z.B. Die deutsche Krebsforschung und vieles mehr. Wovon auch vielleicht einmal die Ultras profitieren könnten, wenn der eine oder andere, was ich nicht hoffen und keinem wünschen möchte, an Krebs erkrankt.
        Man muss keinem dafür die Füße lecken, aber man sollte vor jedem Menschen Respekt und in der Sache den nötigen Anstatt haben.
        Dann können wir alle singen: Auf, auf in die Champions League

        Antwort
  • 25. Februar 2020 um 23:30
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    Lassen wir mal Rassismus und Hanau für einen Moment beiseite und beschäftigen wir nur mit der Aktion der Ultras:

    1. Es ist falsch, Menschen ins Fadenkreuz zu stellen. Ebenso die Verwendung des Begriffs Hurensohn.
    2. Es ist Mobbing, ständig auf Herrn Hopp rumzuhacken.
    3. Kein Ultra möchte selber so behandelt werden, oder? Mal schauen: “Alle Ultras sind Hurensöhne und sollten abgeschossen werden”.
    4. Wer zu den Werten der Fanszene steht, hilft dabei, die Täter zu identifizieren.
    5. Wer wirklich keine Kollektivstrafen will, steht sich zu seinen Taten; vermummen ist feige und schadet anderen.
    6. Und jetzt mal Hand auf die Raute: wer würde unserer Borussia nicht ein paar Millionen spenden, wenn er das Geld hätte? Ultras neigen zur Doppelmoral. Sie denken ja auch, dass sie die einzig wahren Fans sind.

    Antwort
    • 27. Februar 2020 um 6:33
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      Peter ich gebe Dir vollkommen recht. Im Borussen Kotex 2.0 steht gegen Diskriminierung, Rassismus etc. Aber was machen einige Kriminelle der Ultas?! Sie schaden nur unserer Borussia für die sie jede Woche ins Stadion strömen. Die ihr Lebensinhalt ist.

      Antwort
    • 27. Februar 2020 um 13:31
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      Wir schreiben, dass wir die Aktion ebenfalls unpassend fanden. Verallgemeinerungen gegenüber Ultras oder er Vorwurf des Rassismus helfen der Debatte aber nicht. Aber auch wir erhoffen uns eine Aufarbeitung der Geschehnisse innerhalb der Ultraszene, die dann – wie auch immer – auch kommuniziert wird.

      Antwort
  • 26. Februar 2020 um 8:03
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    Wer die Besucher, die nicht in der NK stehen oder sitzen als “Klatschpappefans” bezeichnet hat offensichtlich nicht die intellektuelle Grundausrüstung um zu erfassen, um was es in der Diskussion über die häkelmützchentragenden Bettnässer geht.
    Wenn ich mir vorstelle, daß der Anteil solcher Blitzbirnen in der Gesellschaft ja noch weiter steigen wird, weil diese Flachmaten normalerweise nichts anderes können, als fressen und ficken, dann schaudert’s mir.
    Armes Deutschland…

    Antwort
  • 26. Februar 2020 um 9:11
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    Schwacher Artikel. Ich vermisse die ganz klare und unmissverständliche Positionierung. Allein schon die Überschrift… Nein, hier geht es nicht um Übertreibungen und Missverständnisse, hier geht es um dumme Hornochsen, die einen Menschen diffamieren, mobben und als Zielscheibe darstellen! Dass man darüber auch noch diskutieren muss, traurig. Und dann noch die feige Vermummung, dh sie wussten schon ganz genau, was sie taten.. Pfui! Und für mich ist das übrigens auch Rassismus. Das macht doch nicht an der Hautfarbe halt, Rassismus findet statt ggü Kranken, Schwulen, Lesben und eben auch ggü andersdenkenden Menschen. Da sage ich nur, dass will ich weder bei Borussia noch sonst wo haben.

    Antwort
    • 27. Februar 2020 um 13:31
      Permalink

      Wir sagen ja auch, dass die Aktion nicht unserem Geschmack entspricht. Wir finden sie geschmacklos. Das Ganze jedoch mit Rassismus in Verbindung zu bringen hilft der Debatte nicht und relativiert tatsächlichen Rassismus.

      Antwort
  • 26. Februar 2020 um 12:18
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    Protest gegen RB und Hoffenheim ist ja echt nachvollziehbar. Dann muss das aber auch für Leverkusen und die viel schlimmer alimentierten Wolfsburger gehen. Würde gerne mal wissen wieviele der Ultra Säcken ein Auto aus dem VW Konzern fahren. Diese Hirnamputierten richten doch dauernd Schäden für Borussia durch ihre Straftaten an. Toiletten in Leipzig zerstört, Pyro bei Auswärtsspielen und jetzt das. Die gehören alle für immer aus dem Stadion verbannt, weil die sich im und außerhalb des Stadions nur wie Dreck benehmen.
    ULTRAS Raus!

    Antwort
  • 26. Februar 2020 um 12:32
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    Die „Aktion“ der Sottocultura- Ultras ist mitnichten umstritten, wie ihr behauptet. Sie ist unter den wahren Fans und allen gesund sozialisierten Mitbürgern UNSTRITTIG. Jegliche Relativierung seitens der Ultras und/ oder ihrer Sympathisanten ist kontraproduktiv. Diese kriminelle Bande vermummt sich und versteckt sich in der Menge. Warum wohl? Alleine das reicht aus, jegliche Diskussion zu verweigern.
    Also kommt endlich raus Ultras, zeigt euch und stellt euch der gesellschaftlichen Verantwortung. Und wenn sie das nicht tun sollten – und sie werden es nicht tun- dann liebe Mitdenker, dann Namen auf den Tisch. Ihr scheint sie ja persönlich zu kennen. Von 50.000 Zuschauern haben 49.950 Ultras raus skandiert. Dem ist nichts hinzuzufügen
    P. S.
    Selbstverständlich ist die Fadenkreuz-Aktion ein rassistischer Akt.

    Antwort
  • 26. Februar 2020 um 13:22
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    Es ist wirklich kaum zu fassen. Da hat unsere Borussia wieder mal die grosse Chance sich gaaaaaanz oben festzusetzen, vielleicht sogar noch um die Meisterschaft mitzureden und wie in der Vergangenheit auch schon mal geschehen (19 min. schweigen usw…) , machen die ach so treuen Fans die Stimmung im Stadion total kaputt und haben somit, aus meiner Sicht, einen grossen Anteil daran, das wir 2 Punkte verschenkt haben. Unglaublich!!!
    Es steht ausser Frage das wir auch in diesem Jahr, nur etwas wirklich Grosses erreichen können, wenn ALLE Fans und ALLE Zuschauer auf ALLEN Tribünen unsere Mannschaft bedingungslos anfeuern, auch in schlechten Phasen NIE pfeiffen und versuchen den Jungs da unten die grösst mögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Wer kommt denn immer wieder auf solche fragwürdigen und vereinsschädigende Ideen, die die eigene Mannschaft benachteiligen ? Die Ultras haben natürlich ihre Verdienste (u.a. tolle Choreos…) für unsere Borussia, doch nun ist es genug und die Verantwortlichen aus der Fanszene und vom Verein müssen an einen Tisch und abschliessend klären, das es in der Zukunft NIE wieder zu solchen Aktionen kommen darf, die den sportlichen Erfolg gefährden können.

    Nun noch zu Dietmar Hopp: Dieser Mann hat selbst für die TSG Hoffenheim Fussball gespielt und ist dann durch seine Mitgründung der SAP zu viel Geld gekommen. Warum verteufelt man denn eigentlich die Tatsache das er mit SEINEM Geld auch SEINEN Verein finanziell unterstützt ? Was ist daran denn eigentlich so verwerflich ? Noch dazu ist dieser Verein inzwischen so gut wie eigenständig und macht, ähnlich wie die Borussia, auch eine gute Jugendarbeit. Dietmar Hopp unterstützt gerade im Rhein-Neckar-Dreieck zahlreiche soziale Projekte, er hat u.a. mit der Stiftung “Anpfiff ins Leben” viele Arbeitsplätze geschaffen und er engagiert sich auch immer wieder, ohne das die Presse gross darüber berichtet. Es wäre schön für unsere Gesellschaft, wenn sich mehr reiche Leute derart sozial engagieren würden. Lasst den Mann endlich in Frieden und respektiert die TSG Hoffenheim als einen von 17 sportlichen Gegnern !

    Wir haben es auch nicht nötig neidvoll(?) auf andere Vereine zu blicken, denn wenn ich sehe, wie sich unsere Borussia dank der tollen und hervorragenden Arbeit von Leuten wie Eberl, Schippers, Corell, König, Bonhof, Meyer und die vielen Leute im Hintergrund immer weiter entwickelt (Borussia-Park, neuer Fohlenstall, Hotel, Trainingsplätze, allgem. Akzeptanz in der Gesellschaft, Wertigkeit uvm.), bin ich unheimlich stolz seit über 50 Jahren die Raute im Herzen zu tragen und niemand kann mir diesen Stolz nehmen. Allein der zweimalige Abstieg hätte mir in dieser Zeit fast das Herz gebrochen und ich habe gelitten wie noch nie zuvor. Dieser Verein ist etwas ganz besonderes und es wäre wünschenswert wenn jede(r) Anhänger(in) dies auch so sehen könnte und endlich Schluss ist mit diesen erbärmlichen und fragwürdigen “Nebenkriegsschauplätzen” vor, während oder nach den Spielen.
    In diesem Sinne……ALLE FÜR UNSERE BORUSSIA !

    Antwort
  • 26. Februar 2020 um 14:11
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    Guter sachlicher Beitrag. Eine Nummer kleiner trifft es auf den Punkt ohne dabei etwas zu verharmlosen.
    Meiner Meinung nach ist das Fadenkreuz einfach unpassend nachdem Menschen wirklich im Fadenkreuz einer Schusswaffe waren und ihr Leben verloren haben. Absolut unpassend und ohne das nötige Fingerspitzengefühl, dennoch hat es nichts mit Rassismus zu tun. Meiner Meinung nach kann es auch nicht, wie von einigen dargestellt, als Aufforderung zum Mord angesehen werden. Dies war mit Sicherheit nicht die Intention der Ultras. Dennoch bedarf es da vielleicht auch mehr Kommunikation seitens der Ultras.
    Viel schlimmer finde ich, dass der ganze Protest einfach falsch durchgeführt wird. Wie kann ich gegen Kollektivstrafen demonstrieren und mich dann vermummen?
    Was bleibt dem DFB jetzt anderes über? Individuelle Strafen sind nicht möglich. Keine Bestrafung? Ein Fußballstadion darf kein rechtsfreier Raum sein. Also beim nächsten mal vielleicht Aktionen ohne Vermummung und denn Herren vom DFB keine Grundlage für Kollektivstrafen zu geben.
    Was ich noch viel schlimmer als das Fadenkreuz fand, war der Spruchbanner. Das Wort Hurensohn wird viel zu oft in der heutigen Generation verwendet und trifft stets die falschen.
    Zudem hatte der Spruch außer eine plumpe Beleidigung keinerlei Intention und argumentatige Aussage. Was soll man als Herr Hopp oder DFB davon jetzt denken? Nicht viel. Denn es war eine reine Beleidigung und war absolut kein Argument gegen Kollektivstrafen, ganz im Gegenteil.
    Aber alles was die Ultras machen zu verteufeln, ist auch falsch. Es gibt micjt Sicherheit auch viel gutes. Und vereinzelt gibt es überall schwarze Schafe.
    Dennoch bedarf es hier Aufarbeitung durch die gesamte Fanszene.

    Antwort
    • 26. Februar 2020 um 19:00
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      Zitat:”Aber alles was die Ultras machen zu verteufeln, ist auch falsch. Es gibt micjt Sicherheit auch viel gutes.”
      Jaja, die Autobahnen, die in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gebaut wurden waren auch ganz toll. Deshalb sollte man deren Erbauer wegen anderer kleiner Fehler, die sie gemacht haben nicht gleich verteufeln, nicht wahr?

      Antwort
      • 26. Februar 2020 um 22:15
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        Also vergleichst du gerade den Autobahnbau durch Nationalsozialisten, deren Massenmord und weitere Gräueltaten mit den Aktionen der Ultras am vergangen Samstag?
        Des Wegen finde ich den Satz der MitGedachtler “Alles eine Nummer kleiner bitte” sehr gut. Man kann doch nicht ernsthaft die Aktion der Ultras mit dem Massenmord durch Nationalsozialisten vergleichen?

        Antwort
        • 27. Februar 2020 um 7:29
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          Wenn nun ein armer verwirrter Geist das Fadenkreuzsymbol als Aufforderung versteht, D. Hopp umzulegen und dies dann auch tut, dann sollte man sich aber auch an die wunderschönen Chores der Fadenkreuzhalter erinnern und das ganze nicht so Aufbauschen, nicht wahr?
          Und jetzt sag’ nur noch, dass sowas ja niemals passieren würde in Deutschland…

          Antwort
          • 27. Februar 2020 um 7:38
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            PS: sagt Dir der Name Rudi Dutschke was?

          • 27. Februar 2020 um 9:27
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            @Scott
            Was du sagst verharmlost Die Ermordung so vieler unschuldiger Menschen und gleichzeitig eins der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Schäm dich!

          • 27. Februar 2020 um 22:41
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            So so, der bildliche Aufruf der vermummten Häkelmützchenträger D. Hopp ins Visier zu nehmen ist also nur ein harmloser Streich. Dann macht es Dir wohl nichts aus, wenn Dein Konterfei im Netz ebenso dargestellt wird und dazu Fäkalkomplimente verteilt werden.
            Warte mal ab, bis Du auf der weiterführenden Schule im Geschichtsunterricht über den Nationalsozialismus und dessen Entstehung aufgeklärt wirst, dann wirst Du hoffentlich begreifen, daß solche “Harmlosigkeiten” immer der Anfang für großes Leid waren.
            Und damals hat man noch nicht mal direkt zur Körperverletzung aufgerufen, sondern “nur” dazu, nix mehr bei den Juden zu kaufen.
            Schämen müssen sich ausschließlich die Bettnässer mit Häkelmützchen, dass sie sich immer noch nicht entschuldigt haben!
            Das ist ganz erbärmlich…

  • 27. Februar 2020 um 11:11
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    @Anonym
    Ihr Relativierer mit eurer minimalen Distanz zu den kriminellen Ultras solltet euch schämen. Wer sich vermummt, begeht eine Straftat. Wer zum Mord aufruft, begeht eine Straftat. Wer gegen Hopp demonstrieren möchte und gegen Kollektivstrafen, der stellt sich sichtbar der Diskussion. Diese Ultragruppierung geht weder zum Demonstrieren noch zum Fussballgucken in den Borussia-Park, sondern exklusiv um ihr kriminelles Ego auszuleben.

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    • 27. Februar 2020 um 14:31
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      @DocMa
      Was heißt hier relativieren? Mein einziger Kommentar war es, dass manche Kommentare hier einfach völlig daneben sind. Jedem steht es frei, die ultraszene zu mögen oder nicht aber solche Vergleiche gehen einfach nicht. Das wirst du mit Sicherheit einsehen oder?

      Antwort

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