Graz im Rücken, Sommer als Beispiel!

Vor dem Spieltag war es das Spiel des Tabellenersten Borussia Mönchengladbach gegen den SC Freiburg – dem Vierten der Bundesliga. Nachdem die Konkurrenz bereits vorlegen konnte, will Borussia die Tabellenführung zurückholen. Wir sind optimistisch. Nicht zuletzt, weil das Auswärtsspiel in der Europa League einen guten Eindruck hinterließ.

Sportlich war die Partie in Graz sicher nicht der beste Auftritt unserer Mannschaft. Die erste Hälfte war eher dürftig und in Halbzeit zwei war es ein einziger überragender Angriff, der die Entscheidung brachte. Einige weitere Chancen hätten zwar einen deutlicheren Sieg bedeuten können, doch auch die Wolfsberger, die sich einmal mehr stark verkauften, hätten mit etwas Glück noch treffen können. 

Es wurde deutlich, dass Borussia die reifere Mannschaft auf dem Feld hatte. Allerdings hat sich die Fohlenelf etwas den Schneid abkaufen lassen. So gelang es nach vielversprechenden ersten Minuten zu selten, das eigene Spiel konsequent durchzubringen. Probleme im Spielaufbau führten dazu, dass für die Ansprüche unserer Mannschaft deutlich zu wenig heraus sprang. Doch am Ende zählt eben der Sieg. Und die anschließende Siegesfeier. 

Österreichische Gastfreundschaft: So schön kann Europa League sein

Denn die war einer der Höhepunkte eines gelungenen Gastspiels. Aus Fansicht gab es nichts zu meckern. Das sollte selbstverständlich sein. Doch die in Rom und Istanbul gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass es das leider nicht ist. In Graz gab es allerdings keine Probleme. Ein friedlicher Fanmarsch, keine übertriebenen Kontrollen und eine entspannte Polizei. Dazu die Gastfreundschaft der Österreicher. Nicht nur für uns war es eine mehr als gelungene Tour!

Und so kam es, dass die mitgereisten Borussia-Fans im Stadion akustisch ganz locker die Oberhand behielten und nach Abpfiff zur Siegesfeier mit der Mannschaft nochmal alles gaben. Die überragenden „Herbstmeister-Gesänge“ waren vielleicht etwas zu überschwänglich angesichts des nicht eben eleganten Sieges gegen die Wolfsberger und dem enttäuschenden Auftritt gegen Union Berlin. Doch der Mannschaft hat es gezeigt, dass sie sich in den vergangenen Wochen eine Menge Kredit erspielt hat. Einigen war Freude, Erleichterung und Stolz anzumerken.

Sommer als Paradebeispiel

Insbesondere Yann Sommer hatte sichtlich Spaß. Es war grandios zu sehen, wie ausgelassen er mit ausgebreiteten Armen die Fans anheizte. Sicher hatte er da auch die Vertragsverlängerung im Hinterkopf. Ganz stark, wie Eberl aktuell die Verträge Schlag auf Schlag verlängert. Wir finden, dass er sich entschieden hat, Borussias Weg weiter mitzugehen. 

Denn eines ist doch klar: Unser Keeper ist seit Jahren eines der Gesichter der Mannschaft und steht mit wenigen anderen Akteuren für Kontinuität im Verein. Das finden wir gut und deswegen darf man „unseren Yann“ auch mal feiern. Er hatte sicherlich vor zwei Jahren mal eine kleine Schwächephase. Aktuell ist Sommer aber sicherlich einer der besten Keeper der Liga! 

Den sechsten Heimsieg in Folge holen

Die Stimmung nach dem Spiel sollte ohnehin auf allen Seiten ein positives Gefühl für den Sonntagskick gegen die Freiburger geben. Denn es ist ein wichtiges Spiel. Bevor einen Tag nach Nikolaus der Rekordmeister aus München kommt, sollten unsere Jungs gegen Freiburg den sechsen Heimsieg in Folge klar machen. Die Mannschaft steht natürlich nicht unter Druck – dafür ist die Tabellensituation zu rosig. Aber die überragende Ausgangsposition sollte bis Weihnachten möglichst gut in die Pause gebracht werden. Und bei allem Respekt dem SCF und dessen guter Saison gegenüber: Borussia ist klarer Favorit. 

Zum Sieg bedarf es allerdings des Zusammenhalts aus Graz. Der Borussia-Park muss heute einmal mehr eng zusammenstehen. Spielerisch ist zuletzt ein bisschen was auf der Strecke geblieben. Aber es geht um drei Punkte. Und die sollten wir zusammen holen! Auf Borussia! Auf die Tabellenführung!

Foto zu diesem Beitrag: Erwin Scheriau / APA / AFP via Getty Images

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