Woche neun!

Sowohl die Niederlage letzte Woche in Berlin als auch der Druck der Konkurrenz konnten Borussia an diesem Bundesliga-Wochenende nichts anhaben: Nach dem 4:2-Sieg rangiert unser geliebter Verein weiterhin auf Rang eins. Und das in der neunten Woche in Folge!

Zugegeben: Ein bisschen Respekt hatten wir schon vor der Partie gestern gegen den Sportclub aus Freiburg. Borussia hat – so ehrlich muss man sein – in den vergangenen beiden Spielen keinen absolut sattelfesten Eindruck gemacht. Zwar war unser Team sowohl bei Union als auch in Graz grundsätzlich überlegen, doch irgendetwas fehlte: Wir machten vor der Partie gegen die Breisgauer “Probleme im Spielaufbau” aus, Marco Rose selbst suchte öffentlich nach der „Leichtigkeit der letzten Wochen“. Fakt ist: In der Zeit zwischen der Donnerstagspartie in Österreich und dem Sonntagsspiel gegen Freiburg hat sein Team beides wiedergefunden!

Herausragend war beim verdienten 4:2-Sieg einmal mehr die Offensive. Auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen, macht es einfach Spaß, den Jungs da vorne zuzuschauen. Wir halten die Lobeshymnen auf die Sturmreihe daher für absolut angebracht. Weil fast alle Akteure vorne Bälle festmachen, Löcher reißen und mit einem unfassbaren Tempo in die Tiefe spielen können. Ob sie nun Embolo, Thuram und Hermann oder auch Plea, Stindl oder Hofmann heißen. Sind alle Stürmer fit, hat Marco Rose eine Auswahl, die in der Bundesliga sicherlich von nicht mehr als drei Vereinen übertroffen wird. Und das sind doch überragende Voraussetzungen!

Das zentrale Herzstück

Insgesamt war das Spiel gegen den SC Freiburg trotz des ergebnistechnisch komfortablen 4:2-Sieges übrigens der erwartet schwere Brocken. Man muss Christian Streich und seinen Mannen einfach ein Kompliment aussprechen: Auch gegen Borussia spielte der Sportclub mutig und motiviert mit und wusste sogar durch einige feine Kombinationen zu gefallen. Letztlich mangelte es den Freiburgern aber offensichtlich am Spiel gegen den Ball. Die vielen individuellen Fehler (Flecken, Gulde, Koch) nutzte Borussia kaltschnäuzig und eiskalt aus. 

Einmal mehr fiel dabei aus unserer Sicht auf, dass das Herzstück der Mannschaft keinesfalls allein der so gefährliche und (zurecht) gelobte Angriff ist. Entscheidend für ein gutes Spiel unseres Teams scheint vielmehr das zentrale Mittelfeld zu sein, in dem Florian Neuhaus die Länderspielpause sowie die vergangene Woche offenbar erfreulicherweise für eine deutliche Leistungssteigerung nutzen konnte. Das Trio Zakaria, Neuhaus und Benes hatten vor der Saison wohl die wenigsten auf der Rechnung. Aktuell trumpft es förmlich auf: dank einer unfassbaren Dynamik (Zakaria), vielen klugen Pässen (Benes) und einer wirklich vorbildlichen Mannschaftsdienlichkeit (Neuhaus). Dass alle drei sowohl mit nach hinten als auch nach vorne arbeiten, macht sie aktuell so wertvoll für Marco Rose und stellt Kontrahenten wie Stindl, Kramer, Strobl oder Hofmann aktuell in den Schatten!

Ein verdienter Tabellenführer

Es herrscht wirklich eine fantastische Euphorie rund um den Borussia-Park. Ob es schon an der Zeit ist, Gesangsvideos für Torschützen zu produzieren, lassen wir mal dahingestellt. Ist aber auch nicht so wichtig, denn Grund für gute Laune gibt es in jedem Fall schon jetzt. Wir empfinden die Stimmung als total positiv und optimistisch, was sich im Übrigen gestern auch auf ein motiviertes Stadion-Publikum auswirkte.

Denn klar ist doch auch: Dass Borussia nun in der neunten Woche von der Tabellenspitze grüßt, ist längst kein Zufall mehr. Zwar verbietet die (borussiatypisch) überskeptische Fan-Seele allzu überschwängliche Lobeshymnen oder Träumereien, wir können alle gemeinsam aber total stolz auf unseren Verein sein. Denn das Team tritt wie eine Spitzenmannschaft auf, spielt richtig schönen und leidenschaftlichen Fußball und auch der gesamte Klub wirkt harmonisch.

Wir finden deshalb: Borussia steht verdient ganz oben – auch in der neunten Woche. Und vielleicht werden ja sogar noch ein paar Wochen folgen. Und das schreiben wir natürlich im Wissen des Gegners am kommenden Wochenende. Denn welches Spiel ist schon einfacher, als eine Partie gegen die Bayern? 

Foto zu diesem Beitrag: Lars Baron / Bongarts / Getty Images

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